Berichte

Reformation - 500 Jahre später

 

Liebe Schwestern und Brüder,

 

im 500. Jahr nach dem Grunddatum der Reformation, dem Thesenanschlag an die Schloßkirche zu Wittenberg am 31.10.1517, grüße ich Sie in ökumenischer Verbundenheit mit Worten Jesu aus dem Johannesevangelium: „Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, damit sie alle eins seien.“ So betet Jesus kurz vor seiner Gefangennahme – und seine Worte an Gott sind ein Vermächtnis an uns.

 

Da stehen wir – Katholiken und Protestanten, Orthodoxe und Freikirchler, Waldenser und Baptisten und und und … und sollen doch, so Jesu Worte an uns, eins sein.

Jesus redet in seinem Gebet davon, dass wir eins sein sollen im Geiste – und zwar im Geiste Gottes.

 

Jesu Bitte ist auch eine Bitte für uns heute, dass es uns nämlich gelingen möge, in der Verschiedenheit der Konfessionen doch immer noch die Einheit im Glauben zu leben. Dazu gehört auch anzuerkennen, dass es viele verschiedene Arten gibt Gott zu loben, Gottesdienste zu feiern - und dass es auch viele Formen der Auslegung der biblischen Botschaft gibt. Wichtig dabei ist die ständige Erinnerung daran, dass es nur den einen Gott gibt, zu dem wir gehören und in dessen Liebe wir vereint sind. Und dazu gehört die sichere Überzeugung, dass das Gemeinsame unseres Glaubens und unserer Kirchen wichtiger ist als alles, was uns trennen könnte.

 

Nicht die organisatorische Einheit der Kirchen ist Jesu Auftrag an uns, der aus seinem Vermächtnis erwächst. Aber eine Einheit in versöhnter Verschiedenheit, wie es vor über 40 Jahren in Leuenberg einmal formuliert wurde. Anerkennen, dass der Bruder, die Schwester anderer Konfession neben mir an denselben einen Gott glaubt, denselben einen Christus verkündigt, der für uns alle gestorben und auferstanden ist. vom selben einen Geist beseelt ist. Formen suchen, um gemeinsam Gott zu loben. Ja, und irgendwann vielleicht auch das Abendmahl gemeinsam feiern können – aber das ist nicht Voraussetzung für die gegenseitige Akzeptanz, sondern irgendwann einmal deren sichere Folge. Fangen wir kleiner an, praktischer: Wie wäre es, gemeinsam Räumlichkeiten zu nutzen für unsere Gemeindegruppen? Kaffee schmeckt nicht nach katholisch oder evangelisch. Er kann zu heiß sein oder zu kalt, aber er ist nicht konfessionell … dasselbe gilt übrigens auch für Bier. ;) Vielleicht können wir eines Tages sogar gemeinsam Gottesdiensträume nutzen – bei den Friedhofskapellen auf den städtischen Friedhöfen tun wir das längst. Wir können gemeinsam unsere Werte von friedlichen um verbindlichem Miteinander in diese Gesellschaft einbringen – mit unseren gemeinsamen Worten zu Weihnachten und Ostern tun wir das längst. In den Krankenhäusern, in der Notfallseelsorge, im Ökumenischen Kirchenzentrum in der Neuen Mitte: an so vielen Orten haben wir längst wunderbare Erfahrungen von gelingender Gemeinsamkeit gemacht. Ja, wir sind eins im Geiste, wir glauben denselben dreieinigen Gott, die meisten unserer theologischen Inhalte sind kompatibel miteinander. Und ja: es gibt Unterschiede. Es gibt unterschiedliche Verständnisse von Sakramenten und es gibt unterschiedliche Auffassungen von den Ämtern in der Kirche. Es gibt eine große Bandbreite theologischer Denkmodelle in beiden großen Kirchen und übrigens auch in den zahlenmäßig kleineren Kirchen.

 

Es gibt zahlreiche Gründe sich zu streiten – und wir sollten das auch mit dem nötigen Ernst in der Sache tun – aber eben ohne dabei den gegenseitigen Respekt zu verlieren. Streit in der Sache ist wichtig, Versöhnung im Geist Gottes genauso!

Vor allem aber gibt es ein gemeinsames Bekenntnis, nämlich dieses wunderbare grundlegende Bekenntnis Gottes zu uns Menschen, seiner Schöpfung.

„Ich bitte für die, die an mich glauben werden, damit sie alle eins seien.“ Eins im Geiste. Eins in unserer gemeinsamen Wurzel. Eins im Glauben. Und vielfältig und lebendig und bunt und schön in der konkreten Ausformung.

 

Dann wird die Welt glauben, dass du uns gesandt hast.

 

Ihr

Joachim Deterding, Superintendent

 

Die ökumenische Familie in Oberhausen wächst

 

Die „Freie evangelische Gemeinde“ wird neues Mitglied in der ACK.

 

Anfang Mai wurde die „Freie evangelische Gemeinde“ in Oberhausen (Nord) an der Wolfstraße als Gastmitglied in die „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen“ (ACK) in Oberhauen aufgenommen. Nachdem die Pastorin Merle Schwarz schon über ein Jahr als Beobachterin an den Treffen und Aktionen der ACK teilgenommen hat und viele Gespräche mit den Leitungsgremien dieser kleinen, aber lebendigen Gemeinde stattgefunden haben, wurde der Antrag dem Freikirche einstimmig entsprochen. Zwei Gedanken aus dem  Leitbild hatte hierfür offene Türen bereitet: So heißt es im Blick auf die Ziele der FeG: „Wir wollen Gottes Liebe zu den Menschen bekannt machen. Unser Lebensstil und unsere Aktivitäten in Gemeinde und Gottesdienst sollen unsere Mitmenschen zum Glauben an Jesus Christus einladen. Wir möchten unseren Glauben an Jesus Christus in einer guten Beziehung zueinander leben und entwickeln, damit wir unseren Mitmenschen in Liebe, Ehrlichkeit und Hilfsbereitschaft begegnen.“

 

„Wir freuen uns, dass unsere ökumenische Familie in Oberhausen Zuwachs bekommen hat und so weiter wächst“, freute sich Stadtdechant Dr. Peter Fabritz als gegenwärtiger Vorsitzender. Und Peter Alferding ergänzt als Geschäftsführer der ACK: „Es ist gut, dass neben den großen Kirche nun auch eine weitere kleinere Kirchen in diese Arbeitsgemeinschaft eingetreten ist. Wir können so zeigen, dass uns als christliche Kirchen mehr miteinander verbindet als uns (noch) trennt, gerade im sogenannten Reformationserinnerungsjahr 2017 erinnert wird, ist dies ein gutes Zeichen gewachsenen ökumenischen Vertrauens.“

 

In der ACK arbeiten die verschiedenen christlichen Kirchen zusammen, um gemeinsam Zeugnis mitten in der Welt und der Gesellschaft zu geben. Sie bekennen sich bei aller Unterschiedlichkeit zu „Jesus Christus als Gott und Herrn sowie zum dreifaltig-einen Gott“, wie es in der Satzung für eine Mitgliedschaft vorgesehen ist. Von diesem gemeinsamen starken Fundament sind auch die verbleibenden Unterschiede zu tragen. Wir streben, so Alferding, „eine „Einheit in versöhnter Verschiedenheit“ an und können so viel voneinander lernen.

Das zeigen auch die vielen Aktionen:

  • Die Nacht der offenen Kirchen (mittlerweile nach fünfmaliger Durchführung im Rhythmus von 2 bis 3 Jahren eine feste Größe im religiösen Leben unserer Stadt),
  • die Herausgabe eines eigenen „Oberhausener Neuen Testaments“ im Jahre 2003, in dem neben dem biblischen Text viele Oberhausener ein Glaubenszeugnis mit hinein gaben,
  • ein Hotelführer, der die Gottesdienstzeiten aller christlichen Kirchen und Gemeinden in Oberhausen enthielt und so die Interessierten zur Mitfeier der Liturgie z. B. am Sonntag einladen konnte.
  • Mehrfach konnte im Gasometer ein Ökumenischer Gottesdienst (mit jeweils vielen Hundert Besuchern) gefeiert und in dieser phantastischen „Industriekathedrale“ eine besondere spirituelle Erfahrung vermittelt werden.
  • Es gab Akzente zum „Tag der Schöpfung“ (rund um den Erntedanktag mit Gottesdiensten und Aktionen.
  • Gemeinsame Projekte mit Flüchtlingsinitiativen und gemeinsame Aufrufe, um den Sonntag zu schützten. Dies zeigte die gesellschaftspolitische Verantwortung der christlichen Kirchen.
  • Die Sorge um die unbedacht (anonym) Verstorbenen führte zweimal im Jahr zu Gottesdiensten für Menschen, die sonst niemanden haben, der sie auf ihrem letzten irdischen Weg begleitet.
  • Auch setzte sich die ACK dafür ein, dass die konfessionellen Friedhöfe sich in ihren Satzungen öffnen konnten und dadurch Beerdigungen auch von Mitgliedern anderer christlicher Kirchen möglich wurden.
  • Zur Zeit wird an einer „Ökumenischen Landkarte“ gearbeitet, die die vielen Kontakte, Dialoge und Gottesdienste der verschiedene christlichen Kirchen und Gemeinden vor Ort, also in den Stadtteilen dokumentieren wird.

Die Zusammenarbeit, so wird aus den Aktionen deutlich, zeugt von einem vertrauensvollen Klima der christlichen Kirchen untereinander, das nun seit der Gründung der ACK im Jahre 1993 sich immer stärker entwickelt hat.

Super-Stimmung beim Nachbarschaftsfest der Religionen

 

Bereits zum dritten Mal fand am Sonntag, dem 2. April 2017, das Nachbarschaftsfest der Religionen im Oberhausener Norden statt. Aus den christlichen evangelischen, katholischen, apostolischen und neuapostolischen Gemeinden und der muslimischen Aksemseddin-Gemeinde nahmen rund 600 Besucher teil. Zusammen mit den Akteuren aus den Kirchengemeinden sorgten sie in den Räumen des Autoparks Köster in Oberhausen-Schmachtendorf für eine Super-Stimmung.

 

So klingt unser Glaube

 

„Mit Musik geht alles besser.“ Das dachte sich der Arbeitskreis der Religionen, als er für das diesjährige Nachbarschaftsfest ein musikalisch geprägtes Festprogramm vorbereitete. Und so lautete dann auch das Motto des im dreijährigen Rhythmus stattfindenden Nachbarschaftstreffens. Mit Kirchenmusik in verschiedensten Stilrichtungen und Ausprägungen, umrahmt vom Posaunenorchester der evangelischen Kirche, wurde ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet, das von den Gemeinden eindrucksvoll zusammenstellt worden war.

 

Einblicke in Schuberts "Deutsche Messe"

 

Den Anfang machte der Gemeindechor der Neuapostolischen Kirche Oberhausen-Schmachtendorf. Dr. Matthias Keidel kündigte als Moderator des Treffens Lieder aus der "Deutschen Messe" von Franz Schubert an. Neben dem Agnus Dei und Gloria legte der Chor den Schwerpunkt auf das "Gebet des Herrn", einer Vertonung, die den von Johann Philipp Neumann romantisch ausgeschmückten Text des Gebetes "Unser Vater" einfühlsam und mit starker innerer Bewegung Ausdruck verleiht.

 

Ein feste Burg ist unser Gott

 

Pfarrer Thomas Levin erinnerte an das diesjährige 500. Reformationsjubiläum und daran, dass Martin Luther auch als Komponist und Liederdichter außergewöhnlich war. Als eines seiner bekanntesten Werke gilt das Lied "Ein feste Burg ist unser Gott". Der Chor der evangelischen Gemeinde präsentierte dieses Reformationslied in verschiedenen Stilrichtungen mit zum Teil swingendem Rhythmus.

 

So klingt unser Glaube mit allen gemeinsam

 

"Alle singen mit", wurden die Besucher von der Apostolischen Gemeinde aufgefordert. Erst das Lied "Herr, gib uns Mut zum Brücken bauen" und anschließend kamen alle in Bewegung, als alle Teilnehmer das bekannte Lied "Gottes Liebe ist so wunderbar" gesungen wurde.

 

Tanzende Derwische

 

Mit zwei tanzenden Derwischen wurden die Zuschauer in die traditionelle islamische Mystik entführt. Sie wurden dabei durch Keyboard, Hirtenflöte, Trommel und Gesang begleitet. Diese sich fortlaufend drehenden Tanzbewegungen stellen im islamischen Glauben eine Form der Meditation und des Gebetes dar.

 

Bekannte Gospels – die „frohe Botschaft“

 

Zur Einstimmung improvisierte Matthias Keidel das Lied "Kommt herbei" in einer Jazzversion mit Saxophon und Schlagzeug. Dann enterte ein bunt gemischter Gospelchor aus den beteiligten beiden katholischen Gemeinden als größte Gesangsgruppe die Bühne. Mit "Somebody´s knocking at your door", "Go down, Moses" und "I will follow him" aus dem Musical "Sister Act" brachten sie das Forum mit moderner und internationaler Gospelmusik in Stimmung.

 

Gebet der Vereinten Nationen

 

Zum Abschluss wurde es andächtig still. Vertreter aus den Gemeinden beteten das alle Menschen in ihrer Verantwortung für die Schöpfung und für ein friedliches Miteinander einbeziehende Gebet der Vereinten Nationen.

 

Eintritt frei - Spende erbeten

 

Grundsätzlich sind alle Einladungen der Nachbarschaftsinitiative frei von Eintrittsgeldern,  aber immer wird herzlich um eine Spende für Hilfsbedürftige gebeten. Dieses Mal kommen die Spendengelder dem Sozial- und Medizinmobil des Diakonischen Werkes zugute, das damit Nichtsesshafte im Stadtgebiet beratend und medizinisch betreut.

 

Guten Appetit

 

Der Duft von frischem Kaffee lockte abschließend in den Ausstellungsraum, wo sich alle Gemeinden noch einmal mit kleinen Ausstellungsständen vorstellten. Draußen duftete es nach Grillwürstchen und Stockbrot. Zusammen mit einem kühlen Getränk gab es noch manchen Plausch bei schönstem Sonnenschein.

 

Auf ein Neues beim nächsten Nachbarschaftstreffen!

Weltgebetstag-Abendgottesdienst in St.Theresia – Was ist denn fair?

 

Im Jahr 2017 feiern wir das Gedenken an 500 Jahre Reformation. Es ist das erste Reformationsjubiläum in der Geschichte, das ökumenisch begangen wird. Vor diesem Hintergrund gewinnt der seit Jahrzehnten selbstverständlich ökumenisch begangene Weltgebetstag nochmals an Bedeutung. Es gibt in Deutschland keinen anderen ökumenischen Termin, der so regelmäßig, so selbstverständlich, so gut besucht und so weit verbreitet in fast allen Gemeinden begangen wird wie der Weltgebetstag.

Eingeladen von der Arbeitsgemainschaft Kath. Frauen in Oberhausen und der kfd-Gemeinschaft von St.Theresia kamen ca. 50 Frauen und Männer zu einem besinnlich-meditativen Gottesdienst zusammen.

Was ist gerecht? Wie sieht Gottes Gerechtigkeit aus? Diese Fragen beschäftigten die Frauen auf den Philippinen, die Thema und Lesungstext (Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg) ausgesucht haben. Gottes Gerechtigkeit rechnet nicht und wägt nicht ab. Sie ist immer Geschenk. Gottes Gerechtigkeit ist nie äußerliche Gleichbehandlung sondern immer Barmherzigkeit und Menschenfreundlichkeit. Wenn das die Maxime unseres Handelns sein soll, dann mündet ganz selbstverständlich der Gottesdienst in die Frage: Was können wir tun? Es gehörten, wie immer, viele stimmungsvolle Lieder, die Kollekte und in diesem Jahr auch der Aufruf zum Absenden eines Petitionsbriefes zum Verhindern der Wiedereinführung der Todesstrafe auf den Philippinen zum Gottesdienst. Denn so lautet das Motto des Weltgebetstages: Informiert beten und betend handeln.

Anschließend gab es bei Wein und Käse, die Möglichkeit zum Gespräch und Austausch. Außerdem gab es an dieser Stelle auch Informationen über die Philippinen. Wenn es uns gelingt, dass uns die Nöte der Menschen auf den Philippinen berühren, dann kann es uns nicht kalt lassen, dass dort allein im letzten halben Jahr 7000 Menschen außergerichtlich ermordet wurden. So ermöglicht der Petitionsbrief auch, tatsächlich aktiv zu werden, und trägt uns darüber hinaus der Glaube an die Wirksamkeit unseres Gebets.

Dem Weltgebetstagsgedanken gemäß war es sehr erfreulich, wie gemischt die Besuchergruppe hinsichtlich Alter, Geschlecht und Konfession war.

 

Für die AG Kath. Frauen in Oberhausen und die kfd St.Theresia, Walsumermark

20 Jahre Kirchenzentrum – die Festwoche

 

Zeitgleich mit der Gebetswoche um die Einheit der Christen feierten wir als ökumenisches Kirchenzentrum am Centro unser 20 jähriges Bestehen. Welcher Zeitraum könnte besser passen! Am Anfang der Festwoche stand ein Gottesdienst, in dem die Skulpturenausstellung von Sabine Brüggenthies „Begegnung – Gemeinschaft – Freude: Die Seele beflügeln“ eröffnet wurde. Mit ihren Werken und Text-Impulsen hat die Künstlerin es in faszinierender Weise verstanden, ins Wort und ins Bild zu bringen, was das Anliegen der hier ehrenamtlich Engagierten ist. Besonders beeindruckend, dass Frau Brüggenthies, deren Objekte aus Treibholz gestaltet sind, eigens zum Jubiläum das Kunstwerk in Form eines Schiffes mit dem doppelsinnigen Titel „Partner-ship“ geschaffen hat.

“Die Geschwisterliebe soll bleiben. Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.“ (Hebr 13, 1f). Dieses biblische Leitwort hat uns nicht nur durch die Woche getragen, sondern drückt aus, was wir hier in zwanzig Jahren erlebt haben und welchen Anliegen wir uns verpflichtet fühlen.

 

Dass dabei die Ökumene an vorderster Stelle steht, wird auch dadurch deutlich, dass die täglichen Atempausen um 17.00 Uhr im Raum der Stille während der Festwoche ausdrücklich dem Gebet um die Einheit der Christen gewidmet waren.

 

Im Lauf der Woche wurde die große Erinnerungswand mit immer mehr Fotos, Zeitungartikeln, Karten und weiteren schriftlichen Zeugnissen des vielfältigen, bunten Engagements des ökumenischen Kirchenzentrums bestückt.

Obwohl wir 20 Jahre alt wurden gab es auch einen „Kindergeburtstag“. Wo sonst freitags mit den Kindern gebastelt wird, wurde jetzt mit ihnen gefeiert, mit Luftballons, Spielen und natürlich einem riesigen Geburtstagskuchen.

 

Eine große Torte gab es auch für alle unsere Gäste im Anschluss an den Festgottesdienst, den wir als Höhepunkt unserer Jubiläumswoche im Café gefeiert haben. Die Beteiligung war riesig. Gestaltet wurde diese Stunde des Dankes an Gott von der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) Oberhausen. Es war ein wunderbarer Moment der Begegnung mit all den Menschen, für deren Leben unser Haus im Verlauf der letzten zwanzig Jahre von Bedeutung war. Es hat uns gefreut, so vielen Menschen zu begegnen, denen es ein Anliegen war  mitzufeiern. Manche von ihnen waren von Anfang an dabei, sei es als Gäste, sei es als Ehrenamtliche. Oder, um es mit dem Bibelzitat des Festpredigers Artur Schorzmann auszudrücken: „Gott ist an diesem Ort und ich wusste es nicht“ (Gen 28,16).

 

Ein zauberhaftes Konzert „Just beautiful music“ von Claudia Laß und Stefan Treutler bot wunderbare Gelegenheit, das Erlebte in besinnlicher und beschwingter Weise nachklingen zu lassen, getreu dem Motto: “Die Geschwisterliebe soll bleiben. Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.“ (Hebr 13, 1f).

 

(Text: Olav Hamelijnck)

 

Wieder dabei auf dem Nikolausmarkt: Nachbarschaft der Religionen

 

Vom 2. bis 4. Dezember 2016 traten die sechs beteiligten Religionsgemeinden zum zweiten Mal als "Nachbarschaftsinitiative der Religionen" mit einem eigenen Stand auf dem Schmachtendorfer Nikolausmarkt auf.

 

Vor fünf Jahren gegründet - immer aktiv unterwegs

 

Zu dieser im Jahr 2012 aus Anlass des 250jährigen Dorfjubiläums gegründeten Initiative zählen zwei katholische, je eine evangelische, apostolische, muslimische und neuapostolische Gemeinde. Immer wieder lassen sich die Mitglieder neue Programme einfallen. Aus einem friedvollen Nebeneinander ist längst ein harmonisches Miteinander geworden.

 

Auf dem Nikolausmarkt stellten sich die jeweiligen Gemeinden auf ausgehängten Plakaten mit ihren Strukturen und z. T. auch Glaubensinhalten vor. Alle Besucher wurden zum türkischen Tee oder einer Tasse Fair-Kaffee eingeladen. Viel Freude und Unterhaltung bereitete ein Religionsquiz mit Fragen, die man auch mit Joker lösen durfte.

 

Mit Spenden gemeinsam Gutes tun

 

Bei jeder Veranstaltung bittet die Nachbarschaftsinitiative um Spenden, mit denen Not leidende Personen oder besondere soziale oder karitative Einrichtungen unterstützt werden. Auf dem Nikolausmarkt wurden Spenden für das ambulante Kinderhospiz "Möwennest" und den Caritas-Hilfsfonds "Kinder im Blick“gesammelt.

 

Ein schönes Spendenerlebnis hatten einige Vertreter der Religionen, als sie auf der Bühne von Moderator Andreas Schwanke nach den Erfahrungen und Zielen der Nachbarschaftsinitiative befragt wurden. Bei der Vorstellung der Spendenzwecke  zückte eine Zuhörerin spontan ihr Portemonnaie und überreichte den Religionsvertretern einige Scheine als Spendeneinlage.

 

Das nächste Nachbarschaftsfest der Religionen ist in Planung

 

Die Nachbarschaftsinitiative der Religionen wird am 2. April 2017 mit einem großen musikalischen Nachbarschaftsfest unter dem Titel "So klingt unser Glaube" fortgesetzt.

Gute Nachbarschaft der Religionen in Schmachtendorf

 

03.09.2016

 

Seit 2012 pflegen die verschiedenen Kirchen und Religionen in den nördlichen Oberhausener Stadtteilen Königshardt und Schmachtendorf eine aktive, interreligiöse Nachbarschaft untereinander.

 

In den vergangenen Jahren haben sich die beteiligten Gemeinden wechselseitig zu Nachbarschaftscafés eingeladen. An diesem Tag war die Neuapostolische Gemeinde Schmachtendorf Gastgeber.

 

Zu Gast im Schmachtendorfer Kirchengarten

 

Ab 12 Uhr waren alle zum Grillen und anschließenden Kuchenbüfett in den Kirchengarten eingeladen. Rund 150 Teilnehmer genossen bei sommerlichem Wetter das Wiedersehen. Manches "Hallo, wie geht es?" war zu hören, wenn sich über alle Religionen hinweg Menschen trafen, die sich wertschätzen, akzeptieren und mögen. Erfreulich: Neben den christlichen Gemeinden zählt vom Anbeginn der Nachbarschaftsinitiative an die örtliche muslimische Gemeinde mit zu diesem Kreis. Viele Begegnungen haben das wechselseitige Verständnis und Verstehen dieser zu den Weltreligionen zählenden Glaubensrichtungen wachsen lassen.

 

Gemeinsames Singen

 

Die Gemeinde hatte neben manchem lukullischen Schmankerl auch ein kleines Programm vorbereitet. Alle waren nach dem Grillen zunächst zum "Rudelsingen" eingeladen. Einige Spirituals, Gospels und allgemein bekannte Kirchenlieder wurden mit Klavier- und Gitarrenbegleitung angestimmt.

 

Gemeinsames Spielen

 

Singen macht hungrig. Deshalb folgte erst einmal eine Pause bei Kaffee und Kuchen. Danach war die Energie für das Spiel "Mein Team kann" wieder da. Man kam sich näher, weil die Teams bunt aus allen Gemeinden gemischt und die Aufgaben auch nicht immer ganz auf Ernst, sondern mehr auf Spaß abgestimmt waren.

 

Fortsetzung folgt

 

Die Nachbarschaft der Religionen wird fortgesetzt. Für die Adventszeit ist ein gemeinsamer Stand auf dem Nikolausmarkt in Schmachtendorf vorgesehen. Auch soll in diesem Jahr wieder ein gemeinsamer Nikolausmarktchor aller Religionen auf dem Markt singen und als Abschluss ein Konzert in der Neuapostolischen Kirche am kleinen Markt in Schmachtendorf geben. Für April 2017 ist das dritte große Nachbarschaftsfest der Religionen geplant.

Startschuss der neuen Webseite der ACK Oberhausen

 

26.07.2016

 

Am 26. Juli 2016 ging die ACK Oberhausen erstmalig mit einer eigenen lokalen Homepagen online. Der Startschuss erfolgt im Beisein der örtlichen Presse, die darüber ausführlich berichtete. Den kompletten Pressebericht haben wir hier online gesetzt.

Ökumenischer Gottesdienst zu Pfingsten

15.05.2016

Das Café im KIZ (Ökumenisches Kirchenzentrum im CentrO) war bis auf den letzten Platz gefüllt: Die Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchen (ACK) in Oberhausen hatte zum Pfingstgottesdienst eingeladen. Mitglieder der verschiedensten Kirchen nahmen daran teil.

 

Pfingsten - Sendung des Heiligen Geistes

Die Sendung des Heiligen Geistes zu Pfingsten stand im Mittelpunkt der von den Vertretern der Mitgliedskirchen und den Anwesenden gestalteten Andacht. Gemeinsam gesungene Lieder, Lesungen und Fürbitten gestalteten den Rahmen um die Pfingstpredigt von Pfarrer Ingo Reimer, Dechant der Alt-Katholischen Kirche.


".... der bringt reiche Frucht"

Die Predigt stand unter dem Jesuwort "Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt reiche Frucht" (Johannes 15,5).

Pfarrer Reimer erläuterte, dass dieses ungewöhnliche Pfingstwort seinen pfingstlichen Sinn in den Gaben erhält, die uns durch den Geist Gottes angeboten werden.

In seiner Predigt stellte er die sieben Gaben des Heiligen Geistes vor:

  • Weisheit
  •  Einsicht
  •  Rat
  •  Stärke
  •  Erkenntnis
  •  Frömmigkeit
  •  Gottesfurcht

Diese Gaben lassen, wenn wir sie annehmen, "reiche Frucht" im Sinne der Jesuworte in uns wachsen.
 

Gemeinsame Pflanzaktion

Im Anschluss an die Gottesdienstandacht versammelten sich die Vertreter der Kirchen im Garten des KIZ und pflanzten als sichtbares Zeichen der Predigt gemeinsam einen Weinstock. Danach blieben viele noch auf Einladung des KIZ bei Kaffee und Kuchen zusammen.

Fürchtet euch nicht

26.03.2016

Unter dieser Überschrift fand der Ostergottesdienst 2016 am Ostersonntag im ökumenischen Kirchenzentrum an der CentrO-Promenade statt. Zu gemeinsamen ökumenischen Gottesdiensten lädt die Oberhausener Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchen zu verschiedenen hohen christlichen Feiertagen ein.

 

Rund 100 Besucher nahmen in diesem Jahr am ökumenischen Ostergottesdienst teil. Mit gemeinsamem Beten und Singen, mit Lesungen und Fürbitten gedachten sie der Auferstehung Jesu Christi und der Hoffnung, die sie den Menschen gibt.

 

"Fürchtet euch nicht!" - so rief es dann in seiner Predigt Tobias Meisinger, Pastor der Baptistengemeinde in Oberhausen, den Anwesenden zu.

Er wies darauf hin, dass die Worte, die Jesus Christus nach seiner Auferstehung seinen Jüngern entgegenbrachte, auch heute noch so aktuell und gültig wie damals seien und allen Menschen gelten sollten: Fürchtet euch nicht!

 

Es gibt Vieles, was Angst macht. Aber in jeder angstvollen Situation ruft Jesus Christus den Menschen zu: "Fürchtet euch nicht!". Pastor Meisinger erläuterte, dass dies übersetzt bedeute: "Hab keine Angst. Hier handele ich, der lebendige Gott. Alles ist gut!"

 

Nach dem Ostergottesdienst waren alle noch zum Kaffeetrinken eingeladen.

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